Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern und Personensorgeberechtigte,

hinter uns liegen zwei sehr turbulente und unruhige Wochen, in denen wie erwartet die Pandemie auch vor unserer Schule nicht Halt machte.

Nachdem zunächst nur eine kleine Gruppe von Schülern in Quarantäne musste hatten wir nun auch  den ersten Infektionsfall in der Lehrerschaft und seit letzter Woche den ersten offiziellen Infektionsfall bei den Schülerinnen und Schülern. In beiden Fällen erfolgte die Infektion nachweislich außerhalb der Schule und beim Infektionsfall in der Lehrerschaft war schon eine längere vorherige Quarantäne angeordnet, so dass sie für uns folgenlos blieb.
Nach der Information über die Infizierung in der Schülerschaft am Mittwochabend gelang es mit viel Aufwand durch mehrstündige Telefonate mit Betroffenen und Gesundheitsamt, einen reibungslosen Unterrichtstag für Donnerstag zu organisieren und alle Betroffen zu informieren. Letztlich  mussten aber über 40 Schülerinnen und Schüler des 11er Jahrganges in  Absonderung/ Quarantäne, was uns besonders schmerzt,  und wir mussten aufgrund der hohen Zahl in diesem Jahrgang auf Distanzunterricht bis zum 4.12. umstellen.
Auch in Haus 1 (5.-8.Klasse) hatten wir schon einige einzelne Quarantänefälle (den letzten am Freitag), bisher aber zum Glück ohne weitere Feststellung einer Infizierung.

Wir rechnen mit einer weiteren Zuspitzung der Situation, deshalb muss ich an Sie, liebe Eltern und Euch, liebe Schülerinnen und Schülern appellieren,

  • bei Erkältungssymptomen in der Familie und/oder bei den Schülerinnen und Schülern
    Vorsicht walten zu lassen, um das mögliche Quarantänerisiko für die anderen Schülerinnen und Schüler zu minimieren
  • bei Unsicherheiten, Gerüchten, Kritik und Fragen den Kontakt zur Schule zu suchen
  • sich unbedingt an die geltenden Hygieneregeln zu halten.

Gerade beim letzten Fall vergangene Woche hat sich gezeigt, wie wichtige Abstandhalten, MNS und persönliches Verhalten für die Fortführung des Präsenzunterrichtes und die
Festlegung von Einschränkungen sind.

Die meisten Schülerinnen und Schüler halten sich an die Regeln, aber einige verletzen diese und sind sich nicht im Klaren darüber, welche Folgen ihr Verhalten für ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler und ihre Lehrerinnen und Lehrer haben kann. Auch vorsätzliche und provokative Verstöße kommen immer noch vor. Der Verstoß gegen Hygieneregeln ist auch ein Verstoß gegen die Schulordnung und wird zukünftig auch stärker geahndet werden müssen. Dies gilt auch für die Fahrten in den Schulbussen. Ein entsprechendes Schreiben des Schulträgers hatte ich schon veröffentlicht.
Ich erwarte deshalb von Ihnen, liebe Eltern, dass Sie Ihr Kind weiterhin darin bestärken, die Regeln unbedingt einzuhalten. Davon profitieren wir alle, unabhängig von einer möglichen abweichenden privaten Meinung von der Effizienz und Notwendigkeit verschiedener Maßnahmen. Für alle Schülerinnen und Schüler ist  Präsenzunterricht wichtig. Dies allein  müsste als Begründung für die Notwendigkeit der Einhaltung der Regeln ausreichen.

Die Verschärfung der Maßnahmen ab 1. Dezember ist seit Freitagabend  in der Dritten Verordnung zur Änderung der Achten Eindämmungsverordnung in Sachsen-Anhalt beschlossen.
Auch wenn es noch keinen neuen Rahmenhygieneplan des Ministeriums für Bildung gibt, damit wir unser schulisches Hygienekonzept anpassen können, möchte ich Sie schon heute
über folgende zusätzlichen bzw. konkretisierten schulische Maßnahmen informieren, die Konkretisierung erfolgt dann in unserem Schulhygieneplan:

1.) Hygieneregeln

  1. Abstand halten/ MNS

Der Abstand von 1,5 m ist unbedingt einzuhalten. Nur innerhalb der festen Gruppen
auf dem Schulhof und bei Abstandswahrung muss kein Mund-Nasen-Schutz (MNS) getragen werden. Das Tragen dieses Schutzes beinhaltet unbedingt auch den Nasenbereich. Schülerinnen und Schüler, die aus gesundheitlichen Gründen keinen MNS tragen, haben die Abstandsregeln immer einzuhalten und verhalten sich entsprechend. Die Regeln gelten auch beim Warten auf die Schulbusse.

  • Verhalten im Unterricht/ Lüften
     
    Voraussichtlich ab Dienstag muss der MNS ab der 7.Klasse auch im Unterricht getragen werden. Dies gilt für alle am Unterricht  Beteiligten. Während der Unterrichtsblöcke muss mindestens 3mal gelüftet werden (Stoßlüften). Durch das
    lange Tragen des MNS ist es umso wichtiger, dass die Schülerinnen und Schüler im Freien in ihren Gruppen den Abstand einhalten, um den MNS abnehmen zu können.
  • Händehygiene

Laut Rahmenhygieneplan ist das regelmäßige Händewaschen mit Seife völlig ausreichend.  Desinfektionsmittel sind als Gefahrgut eingestuft und deshalb für Schülerinnen und Schüler unzugänglich aufzubewahren und nur in dringenden Fällen zu benutzen. Darüber wurden Schule und Schulleiter durch den Schulträger und auch das Landesschulamt nochmals ausdrücklich belehrt und auch die Schüler durch uns darauf hingewiesen (deshalb muss  ich die Kritik einzelner Elternschaften über fehlende Desinfektionsmittel entschieden zurückweisen).

2.) Organisatorische  Maßnahmen

a)  Begrenzter Distanzunterricht

      Aufgrund der Personalsituation, insbesondere auch durch Krankheit und
      Quarantänemaßnahmen, können im Augenblick nicht alle Stunden gehalten oder
      vertreten werden. Neben einigen Stundenkürzungen und epochalen Verschiebungen
      (mehr bzw. weniger Unterricht)  in bestimmten Fächern  werden wir aufgrund der
      Pandemiesituation und der mitunter langen Busfahrten in einzelnen Klassenstufen
      (nach Vorankündigung) an einzelnen Tagen mit Distanzunterricht arbeiten,  
      insbesondere wenn nicht mindestens 4 Stunden in der Schule unterrichtet werden
      können. Die Schülerinnen und Schüler bekommen an solchen Tagen zielgerichtete
      Aufgaben und können die Schulplattform nutzen.

b)   Distanzunterricht bei Quarantäne

       Sollte in einer Klasse/ Klassenstufe/ Jahrgangsstufe ein großer Teil der Schülerinnen
       und Schüler in Quarantäne/ Absonderung müssen, wird der Unterricht wie in a)
       als Distanzunterricht gehalten. Hier gilt dann grundsätzlich der Stundenplan/
       Vertretungsplan unter Nutzung der Schulplattform und digitalem Austausch mit den
       verantwortlichen  Fachlehrerinnen und Fachlehrern.

  • Ganztagsangebote


Solange die Hygieneregeln eingehalten werden und die rechtlichen Bedingungen
es zulassen, werden wir die Ganztagsangebote fortsetzen, soweit nicht Maßnahmen
gemäß  a) und b) dem entgegenstehen.

  •  Notenschluss  Kurshalbjahr 11/2


 
Der Notenschluss wird für Kurshalbjahr 11/2 um ca. 2 Schulwochen verschoben.
 Aufgrund des aktuellen Distanzunterrichts wird der Klausurplan überarbeitet, wobei
 uns der längere Bewertungszeitraum hilft.

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

wir stehen bis zum Weihnachtsfest noch vor einer harten Bewährungsprobe. Insbesondere
das geplante Tragen des MNS im Unterricht ist für die Schülerinnen und Schüler aber auch die Lehrerinnen und Lehrer nochmals eine Herausforderung.

Sobald es neue Informationen durch das Ministerium für Bildung und daraus sich ergebende
Änderungen gibt,  erhalten Sie diese unverzüglich, in der Regel über moodle und die (neugestaltete) Schulhomepage.

Lassen Sie uns gemeinsam und erfolgreich wie im Frühjahr durch diese Wochen gehen und achten wir bei unserem Verhalten auf die Verantwortung für andere.
Wir sind nicht unvorbereitet und weiterhin gut aufgestellt. 
Denken sie am besten schon an 2021 und an bessere Zeiten, die ganz sicher kommen werden.  Bleiben wir optimistisch und vor allem gesund!

Ralf Walzebok
Schulleiter

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