Wetterkapriolen im November

Am 14. November stellten wir uns die Frage, ob es wirklich November sei. Temperaturen um 18°C erinnerten uns an warme Frühlingstage. Viele von uns unternahmen noch einmal Ausflüge und Spaziergänge bei Sonnenschein. Doch die Freude war schnell verflogen, als sich das Wetter schlagartig änderte und es kalt wurde.
Überrascht schauten wir mitten im Unterricht aus dem Fenster und sahen wie es am Montag, den 22. November 2010, das erste Mal in diesem Schuljahr schneite. Jedoch blieb dieser Schnee nicht liegen. Umso mehr freuten wir uns am 25. Seitdem gibt es in Querfurt eine geschlossene Schneedecke. Außerdem fielen die Temperaturen immer weiter.
Im Vergleich zu den letzten beiden von unserer Wetterstation aufgezeichneten Novemberdaten waren 2010 die Unterschiede zwischen den höchsten und niedrigsten Temperaturen am größten, die Sonne schien über 20 Stunden weniger als im November 2009 und wir haben festgestellt, dass überdurchschnittlich viel Niederschlag fiel. Sachsen-Anhalt erzielte als Bundesland mit der dritthöchsten Niederschlagsmenge ebenfalls einen neuen Spitzenwert für den elften Monat des Jahres.
Viele Menschen sind der Auffassung, dass die meisten Insekten in einem kalten und harten Winter sterben. Richtig ist, dass tatsächlich viele Insekten sterben, aber ein großer Teil überwintert in einer sogenannten Winter- oder Kältestarre. Gleichzeitig mit dieser Kältestarre kommt es zu einer Entwicklungshemmung, der sogenannten Diapause. Diese ist erblich bedingt und kann je nach Insektenart beim Ei, der Larve, der Puppe oder beim Vollinsekt eintreten. Die meisten Insektenarten verbringen dabei den Winter im Eistadium.
Warmes, feuchtes und nassnebliges Wetter ist dabei für die Insekten viel gefährlicher als der Frost, denn es führt zu einer Störung der Diapause und ermöglicht die Entstehung von Pilz-und Bakterienkrankheiten.
Es sagen ebenfalls einige Leute, dass dieser Winter ein "Jahrhundertwinter" werden soll. Wir haben verschiedene Hypothesen gelesen. Die Experten und Gelehrten streiten sich. Wir entwickeln uns erst zu Wetterspezialisten, wir müssen noch viel mehr beobachten und lernen. Im Moment hoffen wir, dass es im Jahr 2010 weiße Weihnachten gibt und in den Ferien genug Schnee zum Rodeln und Skilaufen liegen bleibt!

AG Klimaforscher