Dezember 2010 - Wetterrückblick von Querfurt:
Schnee in Massen

Zunächst, unser Wunsch wurde erfüllt – es gab schöne weiße Weihnachten. Winterlicher konnte es nicht mehr sein. Der Dezember überhaupt schrieb Wetter- und Schulgeschichte.
Nun zu unserem Rückblick auf das kuriose Wetter im Dezember.
Der Dezember 2010 brachte Unmengen von Schnee, vor allem geliefert von den Tiefs Carmen und Petra. Dieser Schnee bereitete den meisten Schülern des Gymnasiums Querfurt Freude – denn an insgesamt 5 Tagen fand kein Unterricht für die Fahrschüler an unserer Schule statt und das immer am Donnerstag und  Freitag.
Die Lehrer waren überhaupt nicht begeistert, denn es mussten noch Klassenarbeiten geschrieben werden und einiger Lehrstoff war ebenfalls zu vermitteln.
Im Vergleich zu den Jahren 2008 und 2009 war dieser Dezember im Durchschnitt der kälteste. Auch wurden an keinem Tag die fast 10°C erreicht wie in den zwei Jahren zuvor. Es gab 24 Frosttage, das heißt, an diesen Tagen wurde die Null-Grad-Marke nicht überschritten. Dies stellt ebenfalls einen Rekord für die bisher aufgezeichneten Jahre dar. Die Temperaturen betreffend hat Querfurt genau die Durchschnittstemperaturen von  Sachsen-Anhalt erreicht. Jedoch fiel in unserer Stadt weniger Niederschlag, verglichen mit unserem Bundesland (67 mm). Dafür schien die Sonne fast 8 Stunden länger (in Sachsen-Anhalt: 30 h).
Wettermäßig ruhig und ohne Chaos, aber mit einer weiterhin verschneiten Winterlandschaft verabschiedete sich der Weihnachtsmonat und mit ihm ein für uns wettermäßig ereignisreiches Jahr 2010.
Seit Ende November ist bei uns alles weiß. Dauerfrost und Schnee haben sich in diesem Jahr früh eingestellt. Viele kleinere Gewässer sind zugefroren, auf den Flüssen und Bächen treibt Eis. Für die Wildtiere sind harte Zeiten angebrochen. Wenigstens aus unserer Sicht. Die vorsichtigen Tiere sind längst in südlichen Gefilden eingetroffen oder halten ihren gemütlichen Winterschlaf. Die Daheim gebliebenen frieren kaum, solange sie ausreichend Nahrung finden. Für Greifvögel, Eulen oder Eisvögel drohen aber jetzt schon Hungerzeiten. Auch die viel gescholtenen Kormorane haben nach Tauchgängen Mühe, ihr Gefieder zu trocknen. Vielleicht gefriergetrocknet? Wenn wir jetzt Tiere beobachten, dürfen wir ihnen nicht zu nahe auf den Pelz oder an das Federkleid rücken. In kalten Zeiten wie diesen kann jeder unnötige Kalorienverlust durch Flucht die Tiere tödlich treffen. Und Ferngläser zaubern die Tiere ganz nah an unser Auge.
Dazu macht der Schnee Spuren, das heißt, er konserviert sie bis sie tauen oder verwehen. Spuren gibt es unendlich viele und das Lesen von ihnen  kann Spaß trotz der Kälte bereiten.
Also machen wir uns auf die Spur in das neue Jahr 2011.

AG Klimaforscher des Gymnasiums Querfurt