März 2011 – strahlend und trocken

Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen – die Durchschnitts-Märztemperatur war wie immer. Das Besondere des letzten Monats sind die großen Unterschiede zwischen niedrigster und höchster gemessener Temperatur im Laufe eines Tages, der sehr wenige Niederschlag im Vergleich zu den Vorjahren und die sehr hohe Zahl an Sonnenscheinstunden – im Durchschnitt schien die Sonne mehr als 7 Stunden pro Tag. Das ist schon sehr ungewöhnlich und dies lässt die Natur geradezu explodieren, zumal die Nächte mittlerweile nicht mehr ganz so kalt sind.
Im Monat März war der Vorfrühling in diesem Jahr voll ausgeprägt. Er begann in unserem phänologischen Garten mit der Blüte der Schneeglöckchen am  14. Februar und erreichte Mitte März u.a. mit der Blüte von Haselnuss, Schwarz-Erle  und der  Vollblüte des Winter-Jasmins in der Umgebung seinen Höhepunkt. Der Blühbeginn der Forsythie, auch Goldflieder genannt, zeigte  uns am 24. März die Eintrittsphase des  phänologischen Erstfrühlings an unserem Standort an.  Da der März auch relativ trocken war, verschwand  auf vielen Feldern und in vielen Gärten recht schnell die zum Teil extreme Winterfeuchtigkeit. Damit konnte die Gartenarbeit und die landwirtschaftliche Tätigkeit aufgenommen werden.
Mit den frühlingshaften Temperaturen Ende März kamen auch weitere Singvögel in Paarungslaune. Unter anderem konnte der Gartenrotschwanz - Vogel des Jahres 2011- beobachtet werden.
Früher war diese Art noch weit verbreitet und recht häufig. Doch durch die Entfernung von Streuobstwiesen  zu Gunsten von Neubaugebieten und Obstplantagen fehlen den Singvögeln mit dem ziegelroten Schwanz die entsprechenden Nisthöhlen. 
Um die Lebensbedingungen des bedrohten Gartenrotschwanzes zu verbessern, sind  das Pflanzen von Obstbäumen und Sträuchern und das Anbringen von Nistkästen optimal.
Jetzt Anfang April können wir den Frühling richtig riechen. Auch der Igel, der als Moppel zu Beginn des Winters sich zur Ruhe gelegt hat und nun als schlankes Stacheltier an unserer Wetterstation vorbei läuft. Unsere neugepflanzten Obstbäume beginnen zu blühen, noch sind es nicht so viele rosa und weiße Blüten, aber die jungen Bäume sind angewachsen und in einigen Jahren werden wir unsere Früchte von den alten Obstbaumsorten ernten können. Der Bärlauch, der bei einigen von uns im Garten wächst, verbreitet ebenfalls seinen Duft. Den Knoblauchgeruch mögen wir zwar nicht sehr, aber Bärlauch soll  „Bärenkräfte“ verleihen, wenn man ihn isst und die brauchen wir um alle Aufgaben in der Schule, in unserer Arbeitsgemeinschaft und Zuhause zu erfüllen. Die Blätter sollen gut als Salat oder Gewürz schmecken, nur muss aufgepasst werden, dass man sie nicht mit dem giftigen Maiglöckchen verwechselt.

AG Klimaforscher des Gymnasiums Querfurt