Wetterrückblick
Mai - Temperaturen und Sonnenschein fast wie im Sommer und immer noch trocken.

Die „normale“ Durchschnittstemperatur des Mai liegt bei 12,8 °C, bei uns betrug sie 14,5 °C – also um fast 2 Grad höher (Mai 2010 – 11,0 °C). Noch „beeindruckender“ ist die Sonnenstundenzahl - 314,9 h gegenüber 137,8 h des letzten Jahres und 206 Sonnenscheinstunden im Mittel unseres Bundeslandes.
Auch schien dieser Sommer nicht erst am 1. Juni mit dem meteorologischen zu beginnen. Wir haben den Einzug des Frühsommers schon Ende Mai registriert.
Der phänologische Sommer wird in Früh,- Hoch- und Spätsommer eingeteilt. Mit dem Blühbeginn der Gräser setzt der Frühsommer ein, es blüht zuerst der Wiesenfuchsschwanz und auf den Getreidefeldern der Winterroggen. Noch leichter erkennbar als die Gräserblüten sind die weißen Holunderdolden, die so herrlich duften. Das erste Heu wird geerntet und auch die ersten Ähren bzw. Rispen der anderen Getreidearten sind zu erkennen. Verschieben sich die Jahreszeiten bei uns?
Dass sich die Natur im Juni verändert, ist nicht zu überhören.
Einige von uns mussten früh am Morgen ihre Fenster schließen, da die Vögel laut zwitscherten. Dies wird langsam ein Ende haben, da die Tage bald wieder kürzer werden. Dann  hören auch die Vögel auf schon früh am Morgen zu singen.
Die Natur blüht wieder auf und so sind an den Straßenrändern viele Mohnblumen zu sehen. Ebenfalls fallen die kleinen Schaumtropfen an Büschen und Gräsern am Wiesenrand auf. Diese legt die Schaumzikade. In ihnen verstecken sich ihre Larven vor gierigen Vögeln. Viele von uns kennen diese Verstecke unter dem Namen: „Kuckucksspeichel“.
Das Große Ochsenauge sitzt in diesem Monat oft stundenlang in einer Blüte um Nahrung zu finden. Man erkennt es besonders gut an dem kleinen weißen Punkt in einem dicken braunen Fleck auf beiden Vorderflügeln. Im Juni beginnen die Weibchen nun langsam ihre Eier abzulegen.
Das wohl Niedlichste am Juni ist die Geburt der Rehkitze. Sie liegen im hohen Gras und werden von der Mutter, der Ricke, gut bewacht. Dies ist der Grund wieso Ricken um diese Zeit besonders scheu sind. Man darf sie nicht stören, deswegen an alle Hundebesitzer: Bitte im Wald alle Hunde an die Leine nehmen und vorsichtig sein!
Vielleicht ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass die Blätter des gemeinen Schneeballs ziemlich zerlöchert und zerfressen sind. Die Ursache für diese „Zerstörung“ sind die Larven eines kleinen ockerfarbenen Käfers, welche zeigen, dass Insekten nicht nur hübsche Blütengäste sind. Doch auch diese Plage wird auf natürliche Art und Weise beseitigt. Mönchsgrasmücken sind die Fressfeinde der Larven. Bald hat der Schneeball wieder Ruhe. Wenn man die Natur aufmerksam betrachtet, wird man viele „kleine“ Wunder entdecken.

AG Klimaforscher des Gymnasiums Querfurt