Wetterrückblick: Der August in Querfurt – Hitzewelle am Ende, sonst fast normal

Der August erschien uns sehr wechselhaft und meist recht kühl, aber bei näherer Betrachtung war er schöner als im letzten Jahr. Denn 2010 folgte einem heißen Juli ein erheblich kühlerer August. In diesem Jahr war es umgedreht, der August war deutlich wärmer, sonnenscheinreicher und niederschlagsärmer als der Juli. Großen Anteil hatte daran heiße Luft tropischen Ursprungs, die am 26. August ihre Sommertemperaturspitze mit 33 °C erreichte.
Nach dem warmen Frühjahr war das Wetter des meteorologischen Sommers (vom 1. Juni bis 31. August) für viele von uns eine kleine Enttäuschung. Der Sommer war viel zu nass und zu sonnenscheinarm. Allerdings war es nicht zu kühl. Wir haben die vier bisher aufgezeichneten Sommer miteinander verglichen:
  2008 2009 2010 2011
Durchschnittstemperatur in °C 18,4 17,8 18,4 17,7
Niederschlagsmenge in mm 155,8 152,2 171 252
Sonnenscheindauer in Stunden 779,5 734,8 783,5 673,4

Vielleicht kann uns der September noch mit Sonne verwöhnen, denn es gibt eine alte Bauernregel, die besagt:
„Im September schön und mild, wird der Winter nicht so wild.“
Hier müssen wir  betreuenden Lehrer eine Bemerkung einfügen – Sie, liebe Leser und Leserinnen, sehen damit, dass unsere Schüler doch lerneifrig sind und gern  in die Schule gehen, da sie nicht möchten, dass wieder Unterricht wegen „gewaltiger“ Schneehöhen bzw. extremen Wetters ausfällt.
Am 23. September um 11.04 Uhr ist der astronomische Herbstanfang. An diesem Tag sind der Tag und die Nacht gleich lang. Die Dauer der Nächte nimmt bis zum 22. Dezember zu, ehe dann die Tage langsam wieder länger werden und zum Frühlingsanfang abermals gleichlang sind.
Der bunte September ist die Zeit für unsere Zugvögel. Millionen von ihnen „packen ihre Koffer“ und bewegen sich in Richtung Süden, in die wärmeren Gebiete Westeuropas und Afrikas. Rauchschwalben verschwinden scheinbar plötzlich, typische Vertreter der Zugvögel sind auch Weiß- und Schwarzstorch, Kranich, Singdrossel und auch die Nachtigall. Doch diese Reise ist nicht ohne Gefahren. In erster Linie sind diese Tiere durch Mangel an erreichbarer Nahrung gefährdet. Minustemperaturen oder eine geschlossene Schneedecke sowie die im Winter deutlich kürzeren Tage erschweren das Finden von Insekten oder Samen.
Das Zugverhalten der Vögel ist von Art zu Art unterschiedlich. Breitfrontzieher , wie der Falke,  fliegen ohne erkennbare Routenbildung in ihre Überwinterungsquartiere. Andere Arten der Zugvögel haben abgegrenzte Zugrouten. Sie richten sich nach geographischen Landmarken oder folgen Fluss- und Bergtälern. Hier treten die Vögel in einer großen Anzahl auf und können gut beobachtet werden. Jedoch können sie an solchen Punkten leicht gejagt werden.
Im Herbst blühen aber auch Pflanzen. An Böschungen, auf feuchten Wiesen und auf unserem Schulhof wächst die Herbstzeitlose. Sie hat krokusartige Blüten.  Die Herbstzeitlosen haben einen umgekehrten Rhythmus. Im Herbst blühen sie zartrosa. Im Frühjahr erscheinen ihre tulpenartigen Blätter und im Sommer ihre Samenkapseln.
Wir beobachten weiter das Wetter und die Natur und freuen uns auf einen farbenfrohen Herbst.

AG Klimaforscher des Gymnasiums Querfurt