Wetterrückblick für den November 2011 in Querfurt
Kalt, neblig, sonnig und viel zu trocken

Der November in diesem Jahr war ungewöhnlich, bot uns aber unwahrscheinlich schöne Bilder, zum Beispiel
den Nebel in der Landschaft und den Reif an den Bäumen, der uns manchmal an alte russische Märchen erinnerten.
In Querfurt wie auch in ganz Sachsen-Anhalt war es im Vergleich zu den Novembervorjahren zu kalt. Unsere Stadt unterbot sogar noch das Landesmittel von 4,3°C. Dafür schien bei uns die Sonne länger (Sachsen-Anhalt Ø 88 Stunden) und was den Niederschlag betrifft, der ist fast nicht erwähnenswert (Sachsen-Anhalt – 1l/m²).
Verantwortlich für diesen Wetterverlauf waren die Hochdruckgebiete über Deutschland, die u.a. Viola und Yana hießen. Erst zum Ende des Monats beendeten Tiefdruckgebiete dieses beständige Wetter.
Hier sehen Sie einen Vergleich, der bisher aufgezeichneten Daten unserer Wetterstation:

November

Ø-Temperaturen in °C

Sonnenschein in Stunden

Niederschlag in l/m²

2008

5,1

39,5

18,2

2009

8,0

65,9

74,9

2010

5,0

41,3

82,4

2011

3,7

121,6

0,1

Herbst (Monate - September, Oktober, November)

 

2008

9,1

301,4

119,8

2009

10,4

333,9

170,3

2010

8,7

373,3

172,6

2011

9,6

545,0

83,2


Wir Schüler freuen uns jetzt auf die Weihnachtszeit und natürlich auf die Ferien.
Eine besondere Rolle spielen zu dieser Zeit die Misteln. Auf vielen Weihnachtsmärkten werden Zweige von ihnen angeboten.
Durch ihr langsames Wachstum könnten diese Mistelzweige 20 bis 30 Jahre alt sein. Misteln sind zweihäusig, es gibt also rein weibliche und rein männliche Pflanzen. Sie blühen bereits früh im Jahr ab Februar, bis in den Mai hinein. Sie werden vor allem von Fliegen bestäubt, aber auch durch Windbestäubung. Die Beeren sind meist im Herbst herangereift.
Es gibt 3 Unterarten der Misteln, jedoch mit unterschiedlichem Aussehen. Auch die Wachstumsorte unterscheiden sich, das heißt die Mistel wachsen nur an unterschiedlichen Bäumen.
Es gibt zum Beispiel die Kiefernmistel und die Tannenmistel .Doch wesentlich häufiger existiert  die Laubholzmistel. Man findet sie vor allem auf Weiden und Pappeln genauso wie auf Apfelbäumen, Linden, Robinien oder Ahorn.
Zwar werden die Vorkommen der Mistel zum Norden hin immer geringer, doch bei uns gilt sie, höchstens in Mecklenburg- Vorpommern, nicht als gefährdet. Die Unterarten breiten sich allerdings immer weiter aus, da bessere Wuchsbedingungen vorhanden sind. Die Baumkronen der Wirte werden durch sauren Regen und Abgase immer lichter.
Da Misteln zu den Wildpflanzen zählen, dürfen sie nur mit Genehmigung aus der freien Natur entnommen werden. Jedoch dürfen Sammler sich freuen, denn Misteln die durch Stürme von den Bäumen geweht wurden, kann man einfach mitnehmen. Gerade um die Weihnachtszeit werden Mistelzweige als Weihnachtsdekoration genutzt. Früher wurde die Mistel in den christlichen Kreisen verehrt, sie galt als friedensstiftende und segnende Pflanze.
Da unter dieser Pflanze Streit beigelegt wurde und es nach der Versöhnung den Friedenskuss gab, entwickelte sich aus diesem Brauch heraus die heutige Tradition des Liebeskusses zu Weihnachten.
In der Hoffnung, dass Sie ebenfalls Ihren Mistelzweig im Haus haben, wünschen wir Ihnen ein ruhiges, aber auch spannendes Weihnachtsfest, sowie ein gesundes und  aufregendes Jahr 2012. Und machen Sie sich keine Sorgen – wir halten Sie weiterhin im nächsten Jahr auf dem Laufenden!

AG  Klimaforscher des Gymnasiums Querfurt

(Johanna Franke, Julia Schütz, Max Groß, Pascal Mongiat, David Liebau, Fabian Kurzhals, Florian Pfannschmidt, Toni Gottschling, Erik Dammer, Lukas Gottwald, Niclas Gramolla, Frau Bernhardt und Frau Grobe)