Wetterrückblick für den April 2012 in Querfurt
April, April

Der diesjährige April war ein richtiger Aprilmonat. Er bot alle Wetterlagen – anfangs war er frostig bis kühl und wechselhaft, ein Tiefdruckgebiet nach dem anderen zog über unser Gebiet. Zum Ende des Monats setzten sich die Hochdruckgebiete Ignaz und Klaus durch, die subtropische Warmluft brachten und  das Wetter war mehr als frühlingshaft, es gab einen Vorgeschmack auf den Sommer.
Ausgerechnet in den Osterferien war es windig und kühl, Ostersamstag fiel sogar Schneegraupel. Zum Glück verwöhnte uns das Wetter am verlängerten Wochenende zum Schluss des Aprils.
Vergleichen wir diesen Monat mit denen der bisher aufgezeichneten Jahre, wurden die Tiefsttemperaturen unter- und die Höchsttemperaturen überschritten. Die Sonnenscheindauer war verhältnismäßig gering, ebenso der Niederschlag.
Hier sind wieder die Vergleichswerte:

Wetterdaten

April 2012

April 2011

April 2010

April 2009

niedrigste Temp.
Ø-Temp.
höchste Temp.
Sonnenscheindauer
Niederschlag

-1,9 °C
9,0 °C
29,8 °C
179,9 h
13,7 mm

1,4 °C
12,3 °C
24,9 °C
261,7 h
12,0 mm

-1,3 °C
9,0 °C
24,5 °C
245,4 h
19,0 mm

0,7 °C
12,2 °C
23,0 °C
269,5 h
38,1 mm

Der Boden zum Monatsende war schon richtig ausgetrocknet und wir mussten unsere Pflanzen im Phänologischen Garten und die im letzten Jahr gepflanzten Obstbäume und Sträucher kräftig gießen.
In diesem Beitrag stellen  wir Ihnen den Baum des Jahres 2012 vor. Es ist die Europäische Lärche. Unsere 12er haben eine dieser Lärchen im Abiturientenhain an  ihrem letzten Schultag gepflanzt.
Die Lärche ist der einzige Nadelbaum unserer Region, der im Herbst seine Nadeln verliert. Eine schlüssige Erklärung dafür gibt es noch nicht. Für einen Baum ist es der beste Verdunstungs- und Frostschutz, wenn er die Blätter kurzfristig abwirft. Voraussetzung ist jedoch, dass er vor dem Abwerfen seiner Nadeln ihnen die wichtigsten Nährstoffe entzieht. Im Herbst ist die Lärche wunderschön  gelb gefärbt und besonders im Winter sehen  die Bäume dann einmalig aus: die Kronen sind voller kleiner Zapfen, aber durch die fehlenden Nadeln vollkommen Licht durchlässig.  Wegen ihrer Wandlungsfähigkeit und Schönheit  sind Lärchen als Gartenbaum beliebt.
Die Blüten der Lärchen werden, wie die aller Nadelbaumarten, vom Wind bestäubt und sind am Anfang unauffällig. Sie erscheinen im April, manchmal schon im März und sind kleine Wunder der Natur.  Die weiblichen Zapfenblütenstände sind aufgerichtet und feuerrot oder auch leuchtend grün. Die männlichen Blüten sind leuchtend gelb und hängen herab. Die Zapfen stehen mehrere Jahre aufrecht am Baum, so dass man immer neue und alte hintereinander aufgereiht an den Zweigen findet. Das Besondere an ihnen ist, dass sie sich beim Trocknen nach der Reife nur langsam und wenig öffnen und bei kühlem und feuchtem Wetter wieder schließen. Aus diesem Grund fallen die etwa 50 Samen je Zapfen erst nach und nach im Verlauf von 2 bis 3 Jahren heraus.
Wir finden, die Europäische Lärche ist ein würdiger Baum des Jahres.

AG Klimaforscher des Gymnasiums Querfurt