Wetterrückblick für den November 2013 in Querfurt
Grau in Grau und ziemlich nass mit der Heilpflanze des Jahres 2013

Leider sind sonnige November extrem selten, das bewies auch wieder der diesjährige und er „untertraf“ sogar den bisher gemessenen Durchschnitt. Dafür fiel genug Niederschlag. Schon zu Beginn des Monats reihte sich ein Tiefdruckgebiet an das nächste, beginnend mit „Didi“ über „Friedrich“ und „Horst“. Auf den Philippinen entwickelte sich in dieser Zeit der Taifun Haiyan sogar zu einem der stärksten Wirbelstürme mit unsäglichen Schäden.
Die zweite Monatshälfte in Querfurt war trocken, denn Hochdruckwetterlagen brachten uns ruhiges und trübes Herbstwetter mit zum Teil Frosttemperaturen in den Nächten.

 

Ø - Wert 2008 bis 2012

November 2013

niedrigste Temperatur

-4,3 °C

-5,6 °C

mittlere Temperatur

5,4°C

4,8 °C

höchste Temperatur

16,1 °C

15,4 °C

Gesamtdauer Sonnenschein

65,3 h

54,0 h

Gesamtregenmenge

43,1 mm

58,4 mm


Der Herbst 2013 zeigte sich in Querfurt mit einem deutlichen Niederschlagsüberschuss, Sachsen Anhalt hatte dabei insgesamt ein Plus von 65 Prozent zu verzeichnen (Herbst im Durchschnitt 120 l/m², 2013 mit 200 l/m²). Die Sonnenscheinbilanz fiel über die drei Monate bedeutend geringer aus, nur die Temperaturen sind vergleichbar mit den Durchschnittswerten.
Den klassische „Altweibersommer“ gab es in diesem Herbst durch die Dominanz der Tiefdruckgebiete nicht. Dafür gab es markante Wetterereignisse, wie den ersten Kälteeinbruch im Oktober und den Orkan „Christian“. Zur Verdeutlichung finden Sie unser drittes Diagramm, das den Verlauf der Temperaturen und des Niederschlages des meteorologischen Herbst 2013 darstellt.

Herbst

Ø-Temperatur

Sonnenscheindauer

Niederschlag

2008 – 2012

9,6 °C

390,7 h

130,1 mm

2013

9,7 °C

311,0 h

179,7 mm


Trotz Ausfall des „Altweibersommers“ erfreuen wir uns an den Dingen, die uns die Natur zu bieten hat. Zu den beliebtesten Blumen vieler Leute zählen zum Beispiel die Rosen. Es existieren die verschiedensten Sorten. Aber, dass Rosen auch als Heilpflanzen verwendet werden, ist nicht so bekannt. Wir stellten uns also die Frage, weshalb gerade die sogenannte Damaszener-Rose zur Heilpflanze des Jahres 2013 gewählt wurde.
Diese Sorte gehört zu den sogenannten „alten“ Rosen und wurde traditionell in der Türkei und im Iran angebaut. Ihr Name geht auf die syrische Hauptstadt Damaskus zurück. Aus den Blüten gewinnt man das Rosenöl. Um einen Liter zu erhalten verbraucht man immerhin 3 Tonnen Rosenblüten, die vorwiegend zwischen Morgengrauen und Sonnenaufgang gepflückt werden müssen. Aus dem großen Aufwand ergibt sich auch ein entsprechender Preis. Man zählt das so gewonnene Rosenöl zu den teuersten Ölen der Welt. Sein Wert wurde in Gold aufgewogen.
Im Morgenland galt es als eines der ersten Heilmittel und wurde im Mittelalter durch die Kreuzfahrer ins Abendland gebracht. Zunächst wirkte es auf Grund seines betörenden Duftes als starkes Aphrodisiakum. Bereits Hildegard von Bingen setzte die Damaszener-Rose und aus ihr gewonnene Substanzen wegen ihrer beruhigenden Wirkung, z.B. gegen Jähzorn ein. Rosenessenzen wurden auch gegen Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden aber auch bei innerer Unruhe und Hyperaktivität genutzt.
Übrigens, die Rosensträucher werden 1,5 bis 3 Meter hoch und blühen weiß oder rosa mit dicht gefüllten Blüten, aus denen sich dann längliche Hagebutten bilden. Aus den Rosenblättern gewinnt man Rosen-Tee gegen depressive Verstimmungen und leichtes Fieber sowie auch gegen Krämpfe und Herzrasen.
Besonders berühmt sind die Sommerdamaszener. Sie blühen von Mai bis Juni und liefern das Ausgangsmaterial für das Damaszener-Rosenöl. Eines der bekanntesten Anbaugebiete für diese Rosensorte befindet sich heute in Bulgarien im sogenannten „Tal der Rosen“.

AG Klimaforscher des Gymnasiums Querfur