Wetterrückblick für den Dezember 2013 in Querfurt
Wunderschöne Sonnenaufgänge und das Mauswiesel

Der Dezember startete unter Hochdruckeinfluss kühl, ruhig und trocken in die Adventszeit. Es folgte ein kurzer Kaltlufteinbruch mit dem Orkantief „Xaver“, der sogar Schnee und Graupel zum Nikolaus brachte. Das war aber nur ein kurzes Intermezzo. Es wurde rasch wieder milder und oft bekamen wir trotz der kurzen Tage die Sonne zu sehen. Bewundert haben wir aus den Klassenräumen die herrlichen Sonnenaufgänge, die durch den niedrigen Sonnenstand und die Wolken, getrieben vom Westwind, entstanden. Ungewöhnlich mild und trocken war der diesjährige Dezember. Es wechselten sich ständig Tiefdruckgebiete ab, die über dem Atlantik entstanden.
In diesem Jahr floss immer wieder extrem kalte Luft von Kanada auf den Nordatlantik. Die Folge davon war, dass sich über dem warmen Meereswasser riesige Tiefs bildeten, die bei uns meist für den Zustrom milder Luft sorgten. Und ausgerechnet zu Weihnachten wurde der „Wärmehöhepunkt“ mit dem Tief „Dirk“ erreicht. Bis zum Jahresende änderte sich kaum etwas. Das Hoch „Ylonka“ hielt nur kurz, brachte uns dafür zu Silvester einen wunderschönen sternenklaren Himmel.
Endlich ist auch der 21. Dezember vorbei. Mit dem Erreichen des kürzesten Tages des Jahres werden die Tage langsam aber sicher wieder länger.

 

Ø - Wert 2008 bis 2012

Dezember 2013

niedrigste Temperatur

-11,0 °C

-3,5 °C

mittlere Temperatur

0,6 °C

4,3 °C

höchste Temperatur

+10,0°C

11,8 °C

Gesamtdauer Sonnenschein

40,8 h

68,3 h

Gesamtregenmenge

45,8 mm

17,9 mm


Insgesamt gesehen war das Jahr 2013 voller Extreme. Es begann mild, der Winter hatte seinen richtigen Anfang im Februar und dauerte mit Unterbrechungen bis Anfang April. Mitte April folgte ein kräftiger Temperaturanstieg, der Mai war dagegen kühl und am Ende nass. Durch die starken Regenfälle in den Alpen und im Erzgebirge im Juni mussten die Menschen an Donau und Elbe mehr als zwei Wochen mit dem Hochwasser kämpfen, dessen Schäden z. T. bis heute nicht beseitigt sind. Der Sommer brachte drei Hitzewellen immer abgelöst von heftigen Gewittern. Der Herbst war durch die vielen Tiefdruckgebiete feucht und oft gab es starken Wind oder sogar Stürme. Der „warme“ Dezember schloss das Jahr 2013 ab.
Wer kennt ihn nicht den Ausspruch: „Der ist schnell wie ein Wiesel?“ Genau solch ein Wiesel war das Säugetier des nun schon vergangenen Jahres 2013, genauer gesagt - das Mauswiesel (Mustela nivalis). Es handelt sich bei ihm um das kleinste Raubtier der Welt. Da es so extrem flink ist, können wir Menschen seine Bewegungen und Richtungsänderungen kaum erfassen. Unser Sehvermögen ist dafür einfach zu träge.
Obwohl wir das Mauswiesel, auch Zwergwiesel oder im Volksmund „Hermännchen“ genannt, kaum zu sehen bekommen, gilt es global nicht als bedrohte Tierart. Es kommt in fast jedem geeigneten Lebensraum vor. Bevorzugt werden zwar abwechslungsreiche Feld- und Wiesenlandschaften, aber genauso gut findet man es in Scheunen, Steinhaufen und alten Kaninchen- und Fuchsbauten. Dagegen findet man es nicht in geschlossenen Waldflächen.
Woran erkennt man ein Mauswiesel? Es ist ca.15 bis 25 cm groß und wiegt 35 bis 105 g. Es hat eine braune Oberseite und eine weiße Unterseite. Der Schwanz ist auch durchgehend braun, im Gegensatz zum Hermelin, das eine schwarze Schwanzspitze hat, gibt es auch kein weißes Winterfell.
Da die Körperoberfläche im Verhältnis zum Körpervolumen so groß ist, kommt es zu großen Wärmeverlusten. Diesem Energieproblem entgeht das Mauswiesel nur, indem es besonders häufig auf Jagd geht und auch relativ große Nahrungsmengen verbraucht. Das Nahrungsspektrum ist dabei sehr vielfältig. Es reicht vom Schmetterling, über Mäuse und Wühlmäuse bis zum Hasen. Dabei kann es das Zehnfache seines Körpergewichtes töten. Zum Beispiel kann bei ausreichendem Angebot ein männliches Mauswiesel bis zu 5 Mäuse in24 Stunden vertilgen. Außerhalb der Paarungszeit lebt das Mauswiesel als Einzelgänger. Es nutzt Mäuse- oder Maulwurfsgänge zur Nahrungssuche und zur Fortbewegung. Im Winter lebt es bei Schnee unterhalb der Schneedecke. Winterschlaf wird nicht gehalten.
Das Mauswiesel zählt übrigens zu den geschützten Tierarten. Eigentlich gehört es laut Bundesjagdschutzgesetz zu den jagdbaren Tieren, aber die Landesjagdzeitordnung vieler Bundesländer gönnt den Tieren die ganzjährige Schonzeit.
Neben dem Menschen hat das Mauswiesel auch viele natürlich Feinde. Dazu zählen Greifvögel, Eulen, Füchse und auch das Hermelin oder „Großes Wiesel“ genannt.
Wichtig ist, dass die Lebensräume für das kleine Raubtier erhalten bleiben. Wenn man Glück hat, dann kann man am Heckenrand oder in einem Reisighaufen im eigenen Garten das Mauswiesel beobachten. Hier sehen Sie ein Bild vom Sonnenaufgang des 19. Dezembers 2013, fotografiert aus dem Geografieraum des Gymnasiums Querfurt.

Wir wünschen Ihnen alles Gute für das Jahr 2014.
Die AG Klimaforscher des Gymnasiums Querfurt