Wetterrückblick für den März 2014 in Querfurt
Schon Frühling und der diesjährige Baum des Jahres

Dieser März bildete einen extremen Gegensatz zum winterlichen März des Vorjahres. Selten war es so warm und so trocken, verbunden mit so viel Sonnenschein. Die Natur ist der Jahreszeit bereits um wenigstens zwei Wochen voraus.
Der März begann mit milden Temperaturen und häufigem Nebel am Morgen, der sich meist erst am späten Vormittag aufzulösen begann. Hochdruckgebiete wie „Guido“, „Helmut“ und „Ingo“ bestimmten das erste Märzdrittel. Zur Mitte des Monats wurde es wechselhafter und windiger. Es fiel sogar etwas Niederschlag. Tiefdruckgebiete mit den weiblichen Namen „Ev“, „Feliz“ und „Hannelore“ übernahmen kurzzeitig das Regime über den astronomischen Frühlingsanfang, am 20. März um 17.57 Uhr, und darüber hinaus. Am 24. und 25. März wurde Deutschland von einer Kaltfront, die von Nordwesten nach Südosten zog, überrollt. Die Vegetation, die Landwirte und die Gärtner warteten auf den angekündigten Regen. Bei uns gab es jedoch nur geringe Mengen an Regen und Graupel, die das Niederschlagsdefizit nicht ausgleichen konnten.
Beim Vergleich der bisher gemessenen Wetterdaten sehen Sie, das Jahr 2014 bleibt weiter zu warm, zu trocken und zu sonnenscheinreich. Für die Störche, die selten schon im März zurück gekommen sind, ist das sicherlich positiv, denn so haben sie mehr Zeit zum Brüten.

 

Ø - Wert 2009 bis 2013

März 2014

niedrigste Temperatur

-7,5 °C

-1,9 °C

mittlere Temperatur

4,3 °C

7,4 °C

höchste Temperatur

17,9 °C

20,9 °C

Gesamtdauer Sonnenschein

166,7 h

177,0 h

Gesamtregenmenge

26,5 mm

10,4 mm


Wieder verlässt ein Abiturjahrgang unsere Schule. Traditionell wird daher am letzten Schultag der 12. Klassen der Baum des Jahres gepflanzt. Und in diesem Jahr stimmt der vorgeschlagene „Baumes des Jahres“ mit dem Wunsch vieler Schüler, auch der vergangener Schuljahre, überein. Es handelt sich um die Eiche, genauer gesagt die Traubeneiche. Dieser Baum, der sehr alt werden kann, soll noch viele Jahre an genau ihren Abiturjahrgang erinnern. Da es sich um einen Baum handelt, der in unserer Region gute Wachstumsbedingungen findet, besteht daher auch eine wirklich gute Voraussetzung.
Immerhin macht die Traubeneiche gut 80% des Eichenbestandes im Ziegelrodaer Forst aus. Sehr oft wird sie aber mit der Stieleiche verwechselt. Was sind denn markante Merkmale, an denen man beide Eichenarten unterscheiden kann?
Die länglich-ovalen Blätter der Traubeneiche sind im Durchschnitt 10 cm lang. An ihnen sind links und rechts je 5-7 längliche, abgerundete Lappen symmetrisch angebracht. Die Oberseite ist dunkelgrün und glänzt durch die leicht ledrige Beschaffenheit ein wenig. Der Blattstiel ist gut 1 cm lang und die Blätter sind gleichmäßig an den Zweigen verteilt. Die Blätter der Stieleiche besitzen einen deutlich kürzeren Stiel.
Anders dagegen ist es bei den Früchten. Die Früchte der Traubeneiche sind ungestielt. Sie sitzen also direkt am Spross. Die Früchte der Stieleiche dagegen sitzen in einem langgestielten Becher. Der Name Stieleiche geht also nicht auf die Blattstiele, sondern die der Früchte zurück. Der Name der Traubeneiche dagegen bezieht sich auf die Anordnung der Eicheln, 3 bis 7 Früchte bilden eine Traube.
Auch im Winter kann man beide Eichenarten gut unterscheiden. Die Traubeneiche, die den Beinamen „Wintereiche“ trägt, behält ihr Laub oft über den Winter und wirft es erst im Frühjahr ab. Die Stieleiche dagegen, die man auch Sommereiche nennt, verliert ihre Blätter bereits im Herbst.
Die Traubeneiche wird bis zu 40 m hoch, hat eine lichte und regelmäßige Krone und kann bis zu 800 Jahre alt werden. Sie ist sehr genügsam und kommt mit einem relativ nährstoffarmen, trockenen Boden gut aus. Was sie jedoch unbedingt braucht ist eine gute Belichtung.
Dichte, Licht raubende Buchenbeständen wirken sich daher negativ auf das Wachstum der Traubeneiche aus. Aber sie hat auch noch andere Feinde. Dazu zählen Parasiten wie der Eichenprozessionsspinner oder der Grüne Eichenwickler. Ersterer ist der Gefährlichere von beiden, denn seine Raupen schädigen nicht nur den Baum sondern verursachen zudem durch Gifthaare auch schmerzende Entzündungen auf der Haut von Tieren und Menschen!
Der einzige Feind des Eichenprozessionsspinners ist der Kuckuck. Doch auch der Mensch unternimmt zurzeit etwas gegen ihn, denn in größeren Städten spritzt man bereits Gift gegen diesen Schädling.

AG Klimaforscher des Gymnasiums Querfurt