Wetterrückblick für den September 2014 in Querfurt
Angeln bei Sonne und Regen

Der September dieses Jahres war im Vergleich zu den vergangenen zu warm, zu trocken und die Sonne blieb unter ihren Möglichkeiten. Keine Großwetterlage konnte sich lange halten, ständig wechselten Tiefs mit Hochdruckgebieten. Hier bringen wir Ihnen den Beweis:
Der Monat begann mit dem Tief „Angelika“. Es war recht kühl und es regnete. Dann folgten die Hochs „Frank“ , „Görge“ und „Helmut“ mit einer sehr warmen, sonnigen und trockenen Witterung. Dabei traten am Morgen die ersten richtigen dicken Herbstnebel auf. Mit dem Tief „Bigi“ war es danach wieder wechselhaft, es nieselte und auch der Nebel erschien wieder pünktlich am Morgen. Mit Hoch „Ingemar“ zur Monatsmitte kam die Sonne wieder. „Hedwig“ und „Irina“ brachten erneut den Regen. Und das Hoch „Kieron“ kam zum Monatsende mit einem herrlichen Altweibersommer und wir konnten unsere Sommersachen wieder anziehen. Dieses Wetter wäre in den Ferien für uns und das Querfurter Schwimmbad das Highlight gewesen.

 

Ø - Wert 2009 bis 2013

September 2014

niedrigste Temperatur

5,8 °C

3,5 °C

mittlere Temperatur

15,6 °C

14,2 °C

höchste Temperatur

27,9 °C

28,7 °C

Gesamtdauer Sonnenschein

147,1 h

181,1 h

Gesamtregenmenge

36,2 mm

52,5 mm


In unserem Septemberartikel möchten wir Ihnen den Fisch des Jahres 2014 vorstellen. Das ist der Stör, der bis in die 90er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts auch in Deutschland heimisch war. Der letzte Fang eines Europäischen Störs in Deutschland wurde 1993 in der Nordsee dokumentiert. Bis zu diesem Zeitpunkt galt er mit einer Länge bis zu 5 Metern als größte einheimische Fischart.
Da seit dem keine Fortpflanzungsnachweise existieren, gilt diese Art in Deutschland als ausgestorben. Der Stör ist ein Fisch von hoher wirtschaftlicher Bedeutung. Sein Fleisch ist fettreich und wohlschmeckend und die als Kaviar bekannten Eier sind eine besondere Delikatesse. Durch die Verschmutzung der Laichgewässer, den Verlust von Laichplätzen durch die Änderung der Gewässerstruktur und die Überfischung konnten sich die Bestände in unseren heimischen Gewässern nicht mehr selbst reproduzieren.
Vielfältige Bemühungen dienen aber dazu, den Stör wieder bei uns anzusiedeln. Bereits seit dem Jahr 2008 werden jährlich Europäische Störe in der Elbe ausgesetzt.
Der Europäische Stör ist dabei ein ziemlich altertümliches Tier. Seine Stammesgeschichte weist über 250 Millionen Jahre zurück, womit seine Vorfahren schon vor den Dinosauriern lebten.
Als Wanderfisch verbringt der Stör einen Teil seines Lebens im Meer und steigt zum Laichen in Flussläufen auf. Die Laichplätze befinden sich in großen und tiefen Flüssen mit starker Strömung und steinig-kiesigem Grund. Die Jungtiere wandern dann im ersten Lebensjahr in die Unterläufe der Flüsse und schwimmen mit 2 bis 4 Jahren ins Meer. Dort halten sie sich in nahrungsreichen, sandig-schlammigen Böden in mittleren Tiefen bis zur Geschlechtsreife auf, um schließlich zum Ablaichen wieder die Flüsse aufwärts zu schwimmen. Ursprüngliche Laichgewässer in Deutschland waren Rhein und Elbe.
Mit ihrem Aussehen erinnern die Störe durch ihre ausgezogene und spitze Schnauze, das unterständige Maul , welches weit vorstülpbar ist sowie die typische Form der Schwanzflosse, die durch das nach oben gebogene Ende der Wirbelsäule gestützt wird, an Haie. Doch im Gegensatz zu den Haien, die zu den Knorpelfischen zählen, handelt es sich bei den Stören um ursprüngliche Knochenfische. Auf dem Körper befinden sich außerdem Knochenschilder, die in fünf Reihen angeordnet sind.
Heute ist der Stör von der Ostatlantikküste über Nordskandinavien bis Marokko, im Mittelmeer und im Schwarzen Meer verbreitet, wobei die heute lebenden Exemplare durchschnittlich 1 bis 2 Meter Länge aufweisen.
Mit der Wahl des Störs zum Fisch des Jahres 2014 soll auf den Verbau unserer Fließgewässer durch Wehre und Wasserkraftanlagen aufmerksam gemacht werden, die es den großen wandernden Fischarten schwer machen sich wiederanzusiedeln.

AG Klimaforscher des Gymnasiums Querfurt