Wetterrückblick für den April 2015 in Querfurt
Statt Aprilwetter, der Feldahorn

Aprilwetter ist eigentlich wechselhaft, Sonne und Wolken, Kälte und Wärme, Regen- und Graupelschauer folgen aufeinander. Aber es war auch in diesem Jahr wieder ganz anders, wie bereits oft in den letzten Jahren.
Unter dem Einfluss der Hochdruckgebiete wie „Ostra“, „Padma“, „Quila“ und zum Ende des Monats „Regina“ war es kurz gesagt, bei uns warm, sehr trocken und sonnig. Nur in den Nächten war es zum Teil noch recht kalt. Deshalb stand unser junger Aprikosenbaum auf dem Schulhof vom Haus 2 schon am 15. April in voller Blüte.
Ab und an kamen Tiefdruckgebiete mit Regen daher, wie das Sturmtief „Niklas“ zu Monatsbeginn und „Vasco“ und „Xenophon“ zum Monatsende. Eine Besonderheit war das Höhentief, ein sogenannter Kaltlufttropfen, am 22. April. In 5,5 km Höhe wurden -30°C gemessen und deshalb wurde die Luftmasse labil und es kam zu Quellwolken verbunden mit Niederschlägen. Diese kurze Wetterveränderung von einem Tag auf den anderen können Sie in unserem Wetterdiagramm gut verfolgen.

 

Ø - Wert 2009 bis 2014

April 2015

niedrigste Temperatur

-1,1 °C

-2,1 °C

mittlere Temperatur

4,8 °C

8,9 °C

höchste Temperatur

25,2 °C

23,4 °C

Gesamtdauer Sonnenschein

219,7 h

249,2 h

Gesamtregenmenge

28,4 mm

21,0 mm


In diesem Artikel möchten wir Ihnen den Baum des Jahres 2015 vorstellen, von denen einer am 24. April von unserem Abiturjahrgang auf dem Abiturientenhain in Querfurt gepflanzt wurde.
Mit dem Feld-Ahorn, den "kleinen Baum", wurde im letzten Herbst eine nicht gefährdete  Art zum Baum  des Jahres 2015 gewählt! Sein Beiname weist auf das Vorkommen, hauptsächlich an Waldrändern und auf dem Feld, hin. Doch er wird auch in Städten, als Park- und Straßenbaum oder beim Begrünen von Dämmen und Böschungen, immer beliebter. Ursache dafür ist seine Anspruchslosigkeit gegenüber vielen Einflüssen aus der Umwelt. So ist er u.a. tolerant gegen Salze, Luftschadstoffe und erhöhte Ozonwerte, verträgt  auch Hitze, große Sonneneinstrahlung und kann sowohl Trockenheit als auch Überflutungen ohne größere Probleme überleben. Von Krankheitserregern wird er nur selten befallen.
Außerdem ist der  Feld-Ahorn  ein Gehölz, welches schnell wächst, bis zu 150 Jahre alt und 15 Meter hoch werden kann. Eigentlich gleicht  der Feld-Ahorn durch seine Zierlichkeit und  Mehrstämmigkeit eher einem Strauch. Früher wurden die jungen Äste regelmäßig abgeschnitten und als Viehfutter genutzt. Heute dagegen schätzt man das  rötlich getönte und schön gemaserte Holz zum Tischlern und Drechseln. Zum Teil werden  die Stämme sogar zu Furnieren verarbeitet. Auch die aus dem Feld-Ahorn gewonnene Holzkohle hat eine hohe Qualität und das Holz einen hohen Brennwert.
Weshalb aber wurde nun dieser relativ unscheinbare  Baum in diesem Jahr so herausgestellt?
In der heimischen Natur ist der Feld-Ahorn ein wichtiger Lebensraum zum Beispiel für Vögel, Insekten oder Pilze. Außerdem bietet er Bienen, Hummeln und Fliegen reichlich Nahrung und sichert im Gegenzug durch diese seine Bestäubung. Zur Verbreitung der Art tragen natürlich  die Vögel bei, die die Feld-Ahorn-Früchte gerne fressen.
Auch in ihrer Umgebung ist diese Baumart  bestimmt zu finden – „Klein, aber oho.“

AG Klimaforscher des Gymnasiums Querfurt