Wetterrückblick für den Oktober 2015 in Querfurt
Ein Oktober zum „Heulen“?

Der Oktober begann und endete mit Sonne. Sonst war das Wetter meist unbeständig. Bedeckter und blauer Himmel, Regen und Sonne, milde, kühle und kalte Temperaturen wechselten sich ab. Dieser Monat war also ein richtiger Herbstmonat. Wenn am 14. Oktober nicht der erste Schnee gefallen wäre.
Aber es war nur ein stundenlanges Winterintermezzo. Durch den nassen Schnee sind viele Äste von den Bäumen abgebrochen und so manche Laubblätter fielen in kurzer Zeit.
Der Oktober zeigte sich aber auch von seiner schönsten Seite. In der Sonne leuchteten die Laubbäume in wunderschönen Farben. Durch die niedrig stehende Sonne konnte man die Waldwege strahlen sehen.
Mit Hilfe unserer Wetterdaten sehen Sie, dass Querfurt, wie auch Sachsen-Anhalt, zu den kühleren Regionen Deutschlands zählte. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge der letzten Jahre wurde überboten und die Sonne machte sich rar.

 

Ø - Wert 2008 bis 2014

Oktober 2015

niedrigste Temperatur

-1,9 °C

-1,8 °C

mittlere Temperatur

9,6 °C

8,2 °C

höchste Temperatur

23,1 °C

20,9 °C

Gesamtdauer Sonnenschein

136,6 h

107,7 h

Gesamtregenmenge

36 mm

48 mm


Die Zwiebel (Allium cepa), auch Zwiebellauch, Speisezwiebel, Küchenzwiebel oder Gartenzwiebel genannt, ist die Heilpflanze des Jahres 2015. Die krautige Pflanze, welche zu den Lauchgewächsen gehört, soll deshalb im Mittelpunkt unseres Artikels stehen.
Aus ihrem Heimatgebiet Mittelasien hat sich die Zwiebel schon früh in den Mittelmeerraum ausgebreitet und ist damit eine unserer ältesten Kulturpflanzen. Sie wird bereits um 3000 v.Chr. im Speiseplan der ägyptischen Pyramidenbauer erwähnt. Die Römer brachten sie nach Mitteleuropa. Aufgrund des hohen Vitamingehaltes, war sie bei vielen Seeleuten beliebt, da sie der Krankheit Skorbut vorbeugt.
Die Zwiebel ist ein Speicherorgan, wobei die fleischig verdickten Blattansätze der Sprossachse die „eigentliche“ Zwiebel bilden. Sie bevorzugt steinarme Böden und feuchte Lagen, wobei sich Böden mit einem hohen Grundwasserstand negativ auf das Wachstum auswirken. Der Anbau erfolgt in der Regel durch Steckzwiebeln im Frühjahr, wobei auf einen lockeren und krümeligen Boden zu achten ist.
Wer das Wort Zwiebel hört, denkt sicher zunächst an das eher unschöne Schneiden dieses Lauchgewächses zum Kochen, denn sie enthält Schwefelverbindungen, die die Schleimhäute reizen. Aber die Zwiebel ist nicht nur zum Heulen! Sie enthält außerdem Kalium, Kalzium, Magnesium und verschiedene Vitamine. Damit wirkt sie verdauungs- und auswurffördernd sowie blutdrucksenkend. Um Insektenstiche zu lindern, sollte man eine frisch geschnittene Zwiebel auf die Einstichstelle legen. Die enthaltenen Enzyme verhindern das Jucken und wirken entzündungshemmend. Bei Fieber und Halsschmerzen kann man den Zwiebelsaft zur Linderung trinken. Wer häufig Obst und Gemüse - Zwiebeln inklusive - isst, senkt das Risiko an Krebs zu erkranken und beugt altersbedingten Gefäßveränderungen vor. Weiterhin wurden antibakterielle, die Blutfette und den Blutzucker schwach senkende Wirkungen sowie gerinnungshemmende und antiasthmatische Eigenschaften nachgewiesen. Die Wirkungen hierfür sollen hauptsächlich auf die Schwefelverbindungen zurückzuführen sein.
In der Küche wird die Zwiebel meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten, sie wird roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen mit gedünstet. Durch Kochen, Dünsten oder Braten wird aus den glykosidischen Verbindungen der Zucker freigesetzt, wodurch sie süßer schmeckt. Der Zwiebelsaft kann auch als Fleischzartmacher eingesetzt werden. Dazu werden Fleischwürfel über Nacht in einer Mischung aus Zwiebelsaft und Olivenöl oder in Milch nach Belieben mit Gewürzen eingelegt. Doch warum sollte man die Zwiebel nicht im Kühlschrank aufbewahren? Ihr Geruch überträgt sich auf alle anderen Lebensmittel und Verpackungen. Außerdem verliert die Zwiebel dann ihren Geschmack.
Zwiebelkuchen ist eine Leckerei, die zum Herbst passt (und zu jungem Wein). In Deutschland handelt es sich meist um einen Blechkuchen aus Hefeteig. Neben den Zwiebeln werden für den Belag häufig Sauerrahm oder süße Sahne, Eier und Speckwürfel verwendet. Zahlreiche Rezepte findet man auch im Internet.

AG Klimaforscher des Gymnasiums Querfurt