Wetterrückblick für den Februar 2017 und Winter 2016/17 in Querfurt
Zu warmer und vor allem stürmischer Februar!

In der ersten Monatshälfte konnten sich die atlantischen Tiefausläufer nicht gegen den hohen Luftdruck über Osteuropa behaupten. In Deutschland konnte man deshalb milde Meeresluft im Süden und Westen genießen während der Nordosten Deutschlands unter dem Einfluss kontinentaler Kaltluft stand.
Mitte Februar zog sich das blockierende Hoch „Erika“ dann zurück. Nun verstärkte sich in vielen Landesteilen ab 23. Februar das Sturmtief „Thomas“, welches sehr milde bis frühlingshafte warme Luft mit sich brachte. Daraufhin wurden an unserer Wetterstation in Querfurt Höchstwerte von 14,1 °C gemessen. Im Westen Deutschlands wurden Sturmböen gemessen. Das Hoch „Geri“ unterbrach das stürmische Treiben kurz und brachte uns viel Sonnenschein. Das sollte nicht lange so bleiben.
In der letzten Februarwoche trieb Tief „Volkmar“ sein Unwesen mit viel Regen, Sturm und zahlreichen Wolken. In höheren Lagen Deutschlands fiel sogar Schnee. Auch im Saalekreis wurden Sturmböen gemessen, sodass man sich beim Spazieren gehen die Mütze gut festhalten musste.

 

Ø - Wert 2009 bis 2016

Februar 2017

niedrigste Temperatur

-10,5 °C

-7,2 °C

mittlere Temperatur

+0,9 °C

+2,8 °C

höchste Temperatur

+11,2 °C

+14,1 °C

Gesamtdauer Sonnenschein

87,5 h

82,7 h

Gesamtregenmenge

20,2 mm

16,7 mm


Der Winter 2016/2017 war außergewöhnlich trocken, sehr sonnenscheinreich und fiel insgesamt etwas zu mild aus. Nur wenige Tiefdruckgebiete schafften es mit Niederschlägen nach Deutschland. Es dominierten die Hochdruckgebiete mit trockener und kalter Luft.
Erst Mitte Februar geriet Deutschland in eine kräftige westliche Strömung, die feuchtere und auch frühlingshafte Luft heranführte.

Winter

Ø-Temperatur

Sonnenscheindauer

Niederschlag

2009/10 – 2016/17

0,9 °C

194,7 h

69,5 mm

2016/17

1,5 °C

259,9 h

41,4 mm


Diesen Monat möchten wir Ihnen ein eher wenig beliebtes Tier vorstellen, die Spaltenkreuzspinne (Nuctenea umbratica). Obwohl sie in Mitteleuropa weit verbreitet ist, wurde sie zur europäischen Spinne des Jahres gewählt. Das hat mehrere Gründe. Trotz ihrer versteckten Lebensweise in z. B. Hausmauern, Gewächshäusern, Schuppen oder Holzstapeln (Rindenbewohner) ist sie in der Nähe von Häusern leicht zu entdecken. Ihr Körper ist flachgedrückt und sehr breit, weshalb sie sich gut in Spalten und Nischen verstecken kann. Das hat ihr auch den Namen gegeben. In Nordeuropa reicht das Verbreitungsgebiet in Höhenlagen als auch im Flachland bis nach Skandinavien und im Süden bis in den Mittelmeerraum. Im Osten und Südosten Europas findet man die Spinne noch in Russland und der Türkei.
Die Spaltenkreuzspinne ist auffällig und eindeutig zu erkennen. Der Körper ist rot- oder graubraun bis fast schwarz gefärbt. Auf dem Hinterleib kann man eine dunkle Blattzeichnung erkennen, welche gelblich oder gelb-grünlich eingerahmt ist. Ihr Körper besitzt eine Länge von gut 15 mm bei den Weibchen, die Männchen sind mit 6 - 8 mm viel kleiner. Ihre Beute fängt die Spinne in der Dämmerung oder nachts mit ihrem ca. 70 cm großen Netz. Da wartet sie auch schon mal mehrere Tage in ihrem Unterschlupf auf Beute – Insekten. Man kann die Spinne dauerhaft nur nachts in ihrem Netz finden. Tagsüber verbindet sie ein Signalfaden von dem Netz mit ihrem Versteck. Ist ihr ein Insekt ins Netz gegangen, so merkt sie das daran, dass der Signalfaden wackelt. Dann spinnt sie die Beute mit ihrer Seide ein und gibt durch einen Biss ein Verdauungsenzym in die Beute, welches z. B. die Fliege vorverdaut. Zum Schluss wird dann der Körperinhalt des Beutetieres ausgesaugt.

AG Klimaforscher des Gymnasiums Querfurt