Wetterrückblick für den März 2017 in Querfurt
Frühling und Sonne erwecken die Haselmaus aus dem Winterschlaf.

Im März wechselte der Einfluss von Hoch- und Tiefdruckgebieten immer wieder. Es gab häufig frühlingshafte und gegen Ende des Monats sogar sommerliche Temperaturen. Wir konnten diesen Monat den wärmsten Märztag, seit Beginn unserer Aufzeichnungen von 2008, messen.
Anfang des Monats beeinflussten das Tiefdruckgebiet „Xaver“ und das Hochdruckgebiet „Hertha“ das Wetter, welches von Sonne, Wolken und kurzen Schauern gekennzeichnet war. Die milden Temperaturen versprachen mit sogar 17,9°C am vierten März frühlingshaftes, dennoch etwas launisches Wetter. Schnell war es mit der Sonne vorbei und das Tiefdruckgebiet „Zeus“ bescherte der Natur den gewünschten Regen.
Weitere warme Tage zur Monatsmitte brachten uns Hoch „Johanna“ und auch „Kathrin“. Früh morgens musste man zwar noch die Autoscheibe in Querfurt und Umgebung kratzen, aber am Nachmittag konnten wir uns über sehr viel Sonne freuen. Leider wollte das Wetter nicht so bleiben. Die atlantischen Tiefausläufer „Dieter“ und „Falk“ reichten sich die Klinke, trübten den Himmel und brachten ab und zu Regen. Gegen Ende des Monates kam nun Hoch „Ludwiga“. Erste sommerliche Tage stellten sich ein und am Nachmittag konnte die Jacke zu Hause bleiben. Viele Querfurter eröffneten nun auch die Grillsaison.
Für Sachsen-Anhalt wurden eine Durchschnittstemperatur von 7,4 °C, eine Niederschlagsmenge von 40 l/m² und eine Sonnenscheindauer von über 140 Stunden im März 2017 gemessen. Sachsen-Anhalt war im März 2017 das trockenste Bundesland in Deutschland.

 

Ø - Wert 2009 bis 2016

März 2017

niedrigste Temperatur

-5,9 °C

-2,8 °C

mittlere Temperatur

4,9 °C

7,6 °C

höchste Temperatur

17,9 °C

24,1 °C

Gesamtdauer Sonnenschein

159,1 h

167,6 h

Gesamtregenmenge

23,6 mm

37,4 mm


Über das sonnige Wetter im März freut sich sicher auch die Haselmaus, das Wildtier des Jahres 2017, welches in Sachsen-Anhalt vom Aussterben bedroht ist.
Die Haselmaus ist gar keine Maus, sondern ein Nagetier aus der Familie der Bilche. Der Lebensraum der Haselmäuse (Muscardinus avellanarius) ist der Mischwald in Mittel-, Nord- und Osteuropa und wer noch nicht wieß, woher die Haselmaus ihren Namen hat, der wird sich sicher nicht wundern. Das Tier mit den niedlichen Knopfaugen liebt Haselnusssträucher über alles und knackt die Haselnüsse mit den winzigen Nagezähnen. Eine Haselmaus wiegt 15 bis 40 Gramm und ist fast 15 Zentimeter groß. Davon ist alleine schon der Schwanz fast sieben Zentimeter lang. Das Fell ist gelb-bräunlich bis rot-bräunlich mit einem weißen Fleck an Kehle und Brust, an dem Schwanz ist es meist etwas dunkel.
Haselmäuse schlafen tagsüber aus einem Nest aus Laubblättern in Büschen und Bäumen. Oft benutzen sie auch Nisthöhlen und Nistkästen. In der Zeit von Mai bis Ende Oktober streifen sie nachts umher und gehen auf die Suche nach Knospen, Samen, Beeren, kleinen wirbellosen Tieren, Waldnüssen oder Haselnüssen. Da auf der Speisekarte sehr viele verschiedene Sachen stehen, zählen sie zu den Allesfressern. Ab November verbringen Haselmäuse ihren Winterschlaf in einem anderen, frostsicheren Nest in Erdhöhlen oder Baumstümpfen. Im Frühjahr geht die Paarungszeit los. Das Weibchen kann ein- bis zweimal im Jahr zwei bis fünf Junge bekommen. Diese müssen natürlich vor Fressfeinden wie zum Beispiel dem Rotfuchs, dem Mauswiesel oder dem Hermelin geschützt werden. Außerdem auch vor Greifvögeln und Eulen. Während der Winterruhe werden sie manchmal von Wildschweinen ausgegraben und gefressen.

AG Klimaforscher des Gymnasiums Querfurt