Wetterrückblick für den Mai und Frühling 2017 in Querfurt
Wechselhaft und starke Unwetter – der Mai weiß nicht, was er will!

Der Mai stand größtenteils unter Hochdruckeinfluss, weshalb meist warme, trockene, aber auch gegen Mitte des Monats feuchte Luft mit Hagel und starken Gewittern zu uns kam. Insgesamt war der Monat sehr warm.
Am Monatsanfang brachten und die ständig wechselnden Tiefdruckgebiete „Victor“, „Werner“ und „Yannis“ recht abwechslungsreiches, bedecktes bis regnerisches Wetter. Das Aprilwetter war also noch nicht vorbei. Doch Hoch „Tilly“ und auch „Ursel“ bescherten den Querfurtern sommerliche Temperaturen mit knapp 30°C. Dadurch konnte im Querfurter Freibad die Badesaison eröffnet werden. Diese Freude hielt leider nicht lange an. Ein Tiefdruckgebiet unterbrach die lange Wasserarmut mit 46,6 mm und brachte heftiges Unwetter mit starken Gewittern, Hagel und heftigen Regenergüssen. Die meisten Böden der Äcker rund um Querfurt und der umliegenden Ortschaften waren zu trocken, so dass der Oberboden abgespült wurde. Es entstanden gewaltige Schlammlawinen, die die Häuser überfluteten. Kurz danach begannen die Aufräumarbeiten, die sich leider in manchen Regionen ca. 14 Tage später wiederholten. Gegen Ende des Monats überrollte uns dann wieder ein Hitzerekord.
Für Sachsen-Anhalt wurden im Mai eine Durchschnittstemperatur von 14,8 °C, eine Niederschlagsmenge von 45 l/m² und eine Sonnenscheindauer von knapp 220 Stunden gemessen.

 

Ø - Wert 2009 bis 2016

Mai 2017

niedrigste Temperatur

1,9 °C

2,3 °C

mittlere Temperatur

13,5 °C

15,0 °C

höchste Temperatur

28,1 °C

30,3 °C

Gesamtdauer Sonnenschein

237,8 h

257,4 h

Gesamtregenmenge

64,8 mm

77,3 mm



Im Gegensatz zum Vorjahr war der Frühling 2017 erheblich zu warm. Auf einen extrem warmen März folgte ein Kälterückfall im April und zuletzt zeigte sich der Mai hochsommerlich. Die Sonnenscheindauer lag zwar laut des Deutschen Wetterdienstes über dem Soll, fiel aber deutlich geringer aus, als letztes Jahr.

Frühling

Ø-Temperatur

Sonnenscheindauer

Niederschlag

2010 – 2016

9,5 °C

613,57 h

103,11 mm

2017

10,3 °C

595,5 h

128,8 mm


Diesen Monat möchten wir Ihnen das Insekt des Jahres 2017 vorstellen, die Gottesanbeterin (Mantis religiosa). Sie ist die einzige heimische Fangschreckenart und in Deutschland selten zu finden, weshalb sie streng geschützt wird. Man trifft sie in warmen Gebieten Südbadens sowie im Saarland und in Baden-Württemberg. Im Mittelmeerraum kommt sie dagegen sehr häufig vor.
Ihren Namen trägt sie wegen der gebetsartigen Haltung ihrer Fangarme. Häufig leben diese Insekten nur ein Jahr, vor allem an sonnigen und trockenen Orten z.B. auf Trockenwiesen.
Ihr Oberkörper ist stark verlängert und mit ihrem kleinen drehbaren Kopf und den seitlichen Facettenaugen können sie ihre Beute, z. B. Bienen, Fliegen, Spinnen oder Wespen, schnell erspähen. Das erste Beinpaar ist zu kräftigen Fangbeinen mit Dornen umgewandelt, was sie zu gefährlichen Räubern macht. An der Innenseite der Vorderbeine befinden sich ein weißer Fleck und ein schwarzer Rand. Außerdem besitzen Gottesanbeterinnen zwei Flügelpaare, wobei das vordere Paar deutlich kleiner ist. Die Weibchen können bis 8cm und die schlankeren Männchen bis zu 6cm lang werden. Letztere können sogar kurze Strecken fliegen. Weibliche Tiere sind aufgrund ihres Gewichtes fast flugunfähig und sitzen meist tief im Gras, in dem sie aufgrund der grünen Farbe gut getarnt sind und zur Jagd stillsitzend auf ihre Beute warten.
Die Paarung findet im Sommer oder Frühherbst über mehrere Stunden statt. Dann legen die Weibchen mehrere frostbeständige, gelbbraune Eikokons mit je 150-200 Eiern ab. Diese überwintern und im nächsten Frühjahr schlüpfen die Larven, welche zunächst Kleininsekten z.B. Blattläuse jagen.

AG Klimaforscher des Gymnasiums Querfurt