Wetterrückblick für den Februar 2018 in Querfurt
Sonne satt, aber trocken und frostig kalt!

Nun ist der kalte Winter da! Atlantische Tiefdruckläufer wie „Lotti“, „Martina“, und „Nathalie“ konnten nicht mehr ungehindert über Mitteleuropa hinweg ziehen, da sich insbesondere über Osteuropa zunehmend hoher Luftdruck aufbaute. In Folge dessen nahmen die Niederschläge in Deutschland und im Besonderen in Sachsen-Anhalt, welches abermals zu den eher trockenen Bundesländern gehörte, deutlich ab, der Sonnenschein nahm jedoch zu. Die Sonne sorgte am Tage in und um Querfurt weiterhin für Plusgrade, währenddessen trat im Gegensatz zum Januar nachts auch strenger Frost auf. Am Ende des Monats führte die Kaltluft aus Nordosten bzw. Osten kommend vielfach auch tagsüber zu frostigen Minusgraden. Wir konnten wunderschöne Reifbilder beobachten.
Demzufolge war der Februar 2018 in Sachsen-Anhalt mit seinen zirka 115 Stunden Sonnenschein laut Deutschen Wetterdienst der sonnenscheinreichste seit Beginn der kontinuierlichen Aufzeichnungen von 1951.
Mit Hilfe der Daten in der Tabelle erkennen Sie, dass sich die Sonne in Querfurt im zweiten Monat des Jahres 2018 im Vergleich zu dem Zeitraum 2009-2017 außergewöhnlich häufig zeigte. Dennoch war es deutlich kälter und der Niederschlag lag deutlich unter dem Durchschnittswert von 2009 bis 2017.

                                   

Ø - Wert 2009 bis 2017

Februar 2018

niedrigste Temperatur

-10,1 °C

-13,2 °C

mittlere Temperatur

1,0 °C

-1,8 °C

höchste Temperatur

11,52 °C

6,7 °C

Gesamtdauer Sonnenschein

86,9 h

127,1 h

Gesamtregenmenge

19,8 mm

5,0 mm


Diesen Monat möchten wir Ihnen die Spinne des Jahres 2018 vorstellen, die Fettspinne (Steatoda bipunctata). Sie ist in allen Teilen Europas und in Mitteleuropa mit sechs Arten verbreitet. Man kann sie jedoch häufig nicht sehen, da sie dunkle Verstecke aufsucht. Als Netzbauerin ist die außerdem an Gebäuden, in Schuppen oder Felsspalten sowie an Bäumen unter loser Rinde zu finden.
Die Spinne macht ihren Namen alle Ehre. Ihr bräunlicher Körper ist stark fettig glänzend. Am abgeflachten, mit hellen Außenseiten versehenen Hinterleib ist ein helles, breites Längsband in der Mitte zu erkennen Die Männchen haben sehr große Taster und sind mit bis zu sechs Millimeter Körperlänge etwas kleiner als die Weibchen.
Da die Haut am Hinterleib sehr fest und wachsartig überzogen ist, können die Spinnen mehrere Monate ohne Flüssigkeit oder Nahrung auskommen. Auf dem Speiseplan stehen kleine Insekten und Hausspinnen. Um diese zu fangen, bauen die Spinnen ein Netz, an dem nach unten gerichtete Fangfäden mit Klebetropfen befestigt sind. Daran bleiben dann die Beutetiere hängen.
Im Frühjahr und Herbst findet die Balzzeit statt, d.h. die Männchen locken die Weibchen mit einem Zirpen aus ihren Schlupfwinkeln heraus. Diese legen dann fünfzig bis hundert pinkfarbene Eier in einen weißen Kokon, aus dem dann die Nachkommen schlüpfen.

AG Klimaforscher des Gymnasiums Querfurt